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Zuverlässige Risikoidentifizierung und -überwachung

In vielen unserer Beschaffungsregionen bestehen Risiken durch Klimawandel, wirtschaftliche Ungleichheit und mögliche Menschenrechtsverletzungen.

Dazu können geschlechtsspezifische Gewalt und Belästigung, Zwangs- oder Kinderarbeit sowie ein unzureichender Zugang zu sanitären Einrichtungen und Beschwerdemechanismen gehören.


Wir erwarten von unseren Lieferanten, dass sie die Menschenrechte achten und die grundlegenden Arbeitsnormen einhalten. Diese sind in unserem Verhaltenskodex für Lieferanten sowie in unserer Menschenrechtsrichtlinie festgelegt. Damit wir die Standards in unserer Lieferkette überwachen können, führen unsere Teams vor Ort zwei wichtige Programme durch: TCNA für Tee und Kräuter und FMIP für unsere Tier-1-Lieferanten.

Twinings-Bedarfsanalyse von Communities 

Es ist wichtig, dass die Mitarbeitenden unserer Lieferanten mit uns über ihre Arbeit und ihre Lebensqualität sprechen können. So können wir dazu beitragen, , damit wir dazu beitragen können, dass ihre Rechte gewahrt werden.

Wir beziehen unseren Tee ausschließlich aus Rainforest Alliance-zertifizierten Plantagen und gehen noch einen Schritt weiter, indem wir uns nicht nur auf Zertifizierungen durch Dritte verlassen, sondern die Standards in unseren Tee- und Kräuterlieferketten durch unsere eigenen Twinings-Bedarfsanalysen von Communities (Twinings Community Needs Assessment, TCNAs) überwachen.

Im Rahmen dieses 2016 ins Leben gerufenen Programms konzentriert sich unser 13-köpfiges Team vor Ort in unseren wichtigsten Beschaffungsländern darauf, den Mitarbeitenden, Farmern und ihren Communities direkt zuzuhören.

Wir ermutigen sie, frei und ohne Angst vor Konsequenzen über die Herausforderungen zu sprechen, mit denen Sie konfrontiert sind, insbesondere in Bezug auf Geschlechterfragen, Arbeitsbedingungen, Beschwerdemechanismen, Kinderrechte, Wohnverhältnisse, Gesundheit, sanitäre Einrichtungen und Löhne.

Das Feedback hilft uns dabei, maßgeschneiderte Pläne für Korrekturmaßnahmen umzusetzen und den Fortschritt der Verbesserungen zu verfolgen.

TCNAs dauern in der Regel drei bis fünf Tage, und jede Teeplantage und jeder Teegarten wird mindestens einmal im Jahr besucht. Aufgrund der Komplexität unserer Kräuter- und Früchtelieferkette – mit bis zu 12 Beschaffungsländern pro Zutat und Lieferant – ist es für uns unrealistisch, jeden potenziellen Lieferanten und jede Beschaffungs-Community zu besuchen. Aus diesem Grund werden wir im Geschäftsjahr 25/26 Bewertungen auf der Grundlage eines risikobasierten Ansatzes einführen.

Programm zur Überwachung und Verbesserung der Produktionsstätten

 Unser Programm zur Überwachung und Verbesserung der Produktionsstätten (Factory Monitoring Improvement Programme, FMIP) hilft uns, die Menschenrechte und die Arbeitssicherheit bei unseren Tier-1-Lieferanten und Produktionsstätten zu bewerten und sicherzustellen.  

Jeder Standort wird bewertet und als hohes, mittleres oder geringes Risiko eingestuft. Standorte mit geringem und mittlerem Risiko werden stichprobenartig überprüft. Standorte mit hohem Risiko, das heißt Standorte, bei denen ein erhebliches Potenzial für Menschenrechts- oder Arbeitsrechtsverletzungen besteht und die gleichzeitig wichtige Lieferanten für unser Unternehmen sind, müssen hingegen einem Audit unterzogen werden.  

Die Audits werden von unabhängigen Expert:innen durchgeführt und umfassen Kriterien wie Gesundheit und Sicherheit, Beschwerde- und Abhilfemechanismen, Wanderarbeiter:innen, die Einstellung von Arbeitskräften, Subunternehmen und die indirekte Arbeitnehmerverwaltung. Als Mitglied von Sedex (Supplier Ethical Data Exchange) nutzen wir dessen Plattform, um den Bewertungsprozess zu unterstützen.  

Auf Grundlage der Auditergebnisse und der erforderlichen Abhilfemaßnahmen bewerten wir die Standorte, um die Häufigkeit künftiger Audits festzulegen:  

• Rote Bewertung – erneutes Audit nach Umsetzung eines zeitgebundenen Maßnahmenplans  

• Bernsteinfarbene Bewertung – Audit alle zwei Jahre   

• Grüne Bewertung – Audit alle drei Jahre   

Werden Verstöße festgestellt, sind die Lieferanten dazu verpflichtet, innerhalb einer bestimmten Frist Maßnahmen zur Behebung der Probleme zu ergreifen.

Bekämpfung von Zwangsarbeit und Kinderarbeit

Wir sind uns des wachsenden Risikos von Zwangs- und Kinderarbeit in Teegärten und -plantagen bewusst, insbesondere da diese aufgrund wirtschaftlicher Veränderungen zunehmend auf Wanderarbeiter:innen angewiesen sind.  

Jegliche Form von Zwangs- oder Kinderarbeit ist inakzeptabel. Sie steht in direktem Widerspruch zu unseren Werten und verstößt gegen unsere Richtlinien, einschließlich unseres Verhaltenskodexes. 

Was wir tun 

  • Mithilfe unserer TCNAs und FMIP identifizieren wir mögliche Menschenrechtsverletzungen. Mehr erfahren → 
  • Wir entwickeln gezielte Verfahren für Kinder- und Zwangsarbeit sowie ein klar definiertes Menschenrechtsverfahren, die uns und unsere Lieferanten dabei unterstützen, alle Formen von Ausbeutung zu erkennen, zu verhindern und zu beseitigen. 
  • Wir arbeiten mit externen Menschenrechtsexpert:innen zusammen, um unser Verständnis der Ursachen zu verbessern, Risikobewertungen zu stärken und gegebenenfalls gemeinsam mit Lieferanten Abhilfemaßnahmen zu entwickeln.